Kleine Frackträger

Im Jahr 1983 fand man unter den windgeschützten Büschen des Boulders Beachs am Kap der Guten Hoffnung ein einsames Pinguinpärchen. Die begrenzten Fischfangquoten und die nahen Büschen bieten den Tieren einen idealen Lebensraum, sodass dort heute über 2500 afrikanische Pinguine – auch als Brillenpinguine bekannt – leben. Sie werden auch „Eulen des Meeres“ genannt, da sie nachts im Wasser genau so gut sehen können wie am Tag. Die Vögel benutzen die Flügel als Antrieb und die Füsse zum Steuern. Pinguine suchen sich einen Partner aus und verbringen dann mit ihm ihr ganzes Leben.

Von im Jahr 1956 141’000 lebenden Brutpaaren ist der Bestand bis 2016 auf 20’000 geschrumpft. Dies bedeutet einen Rückgang von 86% in nur 60 Jahren. Ihre Art gilt als gefährdet und es sind internationale Zuchtprogramme am laufen, um den Rückgang der Population aufzuhalten.

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Auf der Spur der Regenbogen

Auf der heutigen Reiseroute von Hermanus nach Franschhoek, welche sich wegen eines geschlossenen Passes mehr als verdoppelte, staunten wir mehrmals über die Schönheit der Regenbogen. Der Erste stand für uns in Hermanus bereit – ein mächtiger Bogen spannte sich über das Meer. Kurz nach unserer Abfahrt zeigte sich ein weiterer über der immer intensiver bewirtschafteten Landschaft, bis wir schliesslich sogar einen doppelten Regenbogen entdecken durften.

Maritime Impressionen

Das Hafenstädtchen Hermanus (120 km von Kapstadt entfernt) ist weltberühmt für seine Wale. Die südlichen Glattwale schwimmen jährlich zwischen Juli und Oktober aus den kalten Gewässern der Antarktis an die Küste von Südafrika, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Hermanus ist deshalb so bekannt, weil die Wale sehr gut vom Ufer aus beobachtet werden können. Die Bucht vor Hermanus gilt als Lieblingsplatz der Wale.

Uns wurde von Einheimischen gesagt, dass im Juli bereits einige Wale gesichtet worden seien. Die Hochsaison sei jedoch dann ab Ende August. Ein paar Exemplare konnten wir gestern und heute Nachmittag vom Ufer aus erspähen – die grossen Meeressäuger sind enorm beeindruckend und liessen uns unablässig auf das Meer hinausblicken – stets in der Hoffnung, noch mehr zu sehen.

Die Stimmung am Strand änderte sich am Nachmittag ständig und gab uns immer wieder die Gelegenheit, sie fotografisch festzuhalten.

Bauchflosse

Fontäne

Zwei Wale aus der Ferne

Klein Karoo

Wegen der Wasserknappheit erhalten die Tiere zweimal pro Woche frische Luzerne.
Das Gebiet des Sanbona Reservats umfasst 58’000 Hektaren. Dies entspricht ungefähr der Grösse von Singapur. Dementsprechend ist es schwierig, die Tiere aufzuspüren.

Die Robberg Wanderung

Der Robberg ist eine ca. 3.5 km lange Halbinsel, welche am südlichen Fuss von Plettenberg Bay wie ein ausgestreckter Finger ins offene Meer hinausragt.

Da es schon 15.00 Uhr war, entschieden wir uns für die kleine Tour von 5,5 km. Nach ca. 30 Minuten auf dieser eher unwegsamen Strecke, erreichten wir eine Stelle, von welcher aus wir die Seebärenkolonie beobachten konnten. Etwas später genossen wir den Ausblick auf eine wunderschöne Sandbank, welche eine weitere Halbinsel verband.

Die Abendstimmung sowie das wilde Meer bescherten uns eindrückliche Bilder und Momente, welche wir nicht nur auf der SD-Karte mitnehmen werden.

Arche Noah

Das Team von Monkey Land, Birds of Eden und Jukani hat es sich zur Aufgabe gemacht, misshandelte und traumatisierte Tiere zu befreien und für sie ein möglichst artgerechtes Leben zu schaffen.
Die zwei Hektar grosse Voliere – die grösste der Welt – von Birds of Eden erstreckt sich über eine Schlucht mit einheimischem Wald. Derzeit leben dort über 3’500 Vögel und über 220 Arten, wobei hauptsächlich afrikanische Vögel vorzufinden sind.
Im Monkeyland – der weltweit ersten frei zugänglichen Multi-Spezies-Primatenauffangstation – leben über 700 Affen. Darunter auch sonneliebende madagassische Lemuren und scheue Gibbons, die einzigen Menschenaffen in Monkeyland.
Jucani ist das Zuhause von Raubkatzen und anderen Wildtieren, wie Wildhunden und Zebras. Die meisten stammen aus Zoos oder Zirkussen und zeigen Verhaltensweisen, welche auf ihre frühere Gefangenschaft hinweisen. Dazu gehört das ständige Hoch- und Runterlaufen auf derselben Stelle.

Baumriesen im Tsitsikamma Nationalpark

Der Nationalpark im Western Cape von Südafrika wurde vor 55 Jahren gegründet und erstreckt sich über 80 Kilometer von den Tsitsikammabergen hin an der Küste entlang bis nach Plettenberg am Indischen Ozean. „Tsitsikamma“ entstammt der Khoisan-Sprache und bedeutet „klares Wasser“. Aufgrund der häufigen und starken Niederschläge gedeiht die Flora prächtig; Farne, seltene Blumen und uralte Bäume prägen den Park und bieten unzähligen Tieren zu Wasser und zu Land Unterschlupf.

Besonders sehenswert sind die alten Yellowood-Bäume, welche sich im artenreichen Regenwald befinden. Einer der Baumriesen ist mit seiner Krone von 33 Metern und mit über 800 Jahren der älteste und grösste Baum von Südafrika.

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