Auf der Spur der Regenbogen

Auf der heutigen Reiseroute von Hermanus nach Franschhoek, welche sich wegen eines geschlossenen Passes mehr als verdoppelte, staunten wir mehrmals über die Schönheit der Regenbogen. Der Erste stand für uns in Hermanus bereit – ein mächtiger Bogen spannte sich über das Meer. Kurz nach unserer Abfahrt zeigte sich ein weiterer über der immer intensiver bewirtschafteten Landschaft, bis wir schliesslich sogar einen doppelten Regenbogen entdecken durften.

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Maritime Impressionen

Das Hafenstädtchen Hermanus (120 km von Kapstadt entfernt) ist weltberühmt für seine Wale. Die südlichen Glattwale schwimmen jährlich zwischen Juli und Oktober aus den kalten Gewässern der Antarktis an die Küste von Südafrika, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Hermanus ist deshalb so bekannt, weil die Wale sehr gut vom Ufer aus beobachtet werden können. Die Bucht vor Hermanus gilt als Lieblingsplatz der Wale.

Uns wurde von Einheimischen gesagt, dass im Juli bereits einige Wale gesichtet worden seien. Die Hochsaison sei jedoch dann ab Ende August. Ein paar Exemplare konnten wir gestern und heute Nachmittag vom Ufer aus erspähen – die grossen Meeressäuger sind enorm beeindruckend und liessen uns unablässig auf das Meer hinausblicken – stets in der Hoffnung, noch mehr zu sehen.

Die Stimmung am Strand änderte sich am Nachmittag ständig und gab uns immer wieder die Gelegenheit, sie fotografisch festzuhalten.

Bauchflosse

Fontäne

Zwei Wale aus der Ferne

Arche Noah

Das Team von Monkey Land, Birds of Eden und Jukani hat es sich zur Aufgabe gemacht, misshandelte und traumatisierte Tiere zu befreien und für sie ein möglichst artgerechtes Leben zu schaffen.
Die zwei Hektar grosse Voliere – die grösste der Welt – von Birds of Eden erstreckt sich über eine Schlucht mit einheimischem Wald. Derzeit leben dort über 3’500 Vögel und über 220 Arten, wobei hauptsächlich afrikanische Vögel vorzufinden sind.
Im Monkeyland – der weltweit ersten frei zugänglichen Multi-Spezies-Primatenauffangstation – leben über 700 Affen. Darunter auch sonneliebende madagassische Lemuren und scheue Gibbons, die einzigen Menschenaffen in Monkeyland.
Jucani ist das Zuhause von Raubkatzen und anderen Wildtieren, wie Wildhunden und Zebras. Die meisten stammen aus Zoos oder Zirkussen und zeigen Verhaltensweisen, welche auf ihre frühere Gefangenschaft hinweisen. Dazu gehört das ständige Hoch- und Runterlaufen auf derselben Stelle.

Verweile nicht in der Vergangenheit…

… träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.

Ganz getreu den Worten von Buddha geniessen wir die verschiedensten Eindrücke, die wir hier erhalten. Die morgendliche dreistündige Entdeckungstour hielt für uns schier endlose Weiten und spezielle Begegnungen mit Wildtieren bereit.

Komati River

Löwin im Gras

Verbrannte Erde

Auf der gesamten bisherigen Reise sind wir den Grasland-Feuern begegnet. Was vielfach auf uns unkontrolliert und beängstigend wirkte, stellte sich als Schutzmassnahme heraus. Das Steppengras wird hier einmal im Jahr – vorzugsweise im Winter, wenn die gesamte Vegetation trocken ist – kontrolliert in Brand gesetzt. Auf der Strasse weisen einem Warnschilder darauf hin. Vielfach steigen die Rauchsäulen kilometerweise in die Höhe und sind von weit her sichtbar. Das Abbrennen der Graslandschaften soll verhindern, dass sich zu viel brennbares Material im Unterholz sammelt und irgendwann unkontrolliert Feuer fängt. Ein Grossbrand ist dann nicht mehr zu verhindern. Wenn hingegen nur Gras brennt, bleiben die Bäume vielfach verschont von den Flammen, da ihre dicke Rinde resistenter ist. Studien weisen jedoch auf die grossen Co2-Emissionen hin, welche solche und ähnliche Waldrodungsbrände auslösen und wohl auch ihren Anteil zur Klimaerwärmung beitragen.

Africas Super Seven

Die berühmten Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) waren nicht genug…

Diese innert Stundenfrist zu sehen, grenzt an eine Sensation. Auf der morgendlichen Pirschfahrt kurz nach Sonnenaufgang, spürten wir dann noch die weiteren Seltenheiten auf: den afrikanischen Wildhund sowie den Gepard.

Die beiden unterscheiden sich in der Art und Weise ihrer Jagdtechnik fundamental: Wildhunde jagen im Rudel, 90% ihrer Verfolgungsjadgen verlaufen erfolgreich. Geparde hingegen sind Einzelgänger. Sie verfügen über eine ausgeklügelte Jagdstrategie. Dank ihrer Wendigkeit und ihrer Geschwindigkeit sind sie meisterhafte Jäger. Da sie im Gegensatz zu den Wildhunden über kleinere Reisszähne verfügen, hetzen sie ihre Beute zu Tode.