Auf der gesamten bisherigen Reise sind wir den Grasland-Feuern begegnet. Was vielfach auf uns unkontrolliert und beängstigend wirkte, stellte sich als Schutzmassnahme heraus. Das Steppengras wird hier einmal im Jahr – vorzugsweise im Winter, wenn die gesamte Vegetation trocken ist – kontrolliert in Brand gesetzt. Auf der Strasse weisen einem Warnschilder darauf hin. Vielfach steigen die Rauchsäulen kilometerweise in die Höhe und sind von weit her sichtbar. Das Abbrennen der Graslandschaften soll verhindern, dass sich zu viel brennbares Material im Unterholz sammelt und irgendwann unkontrolliert Feuer fängt. Ein Grossbrand ist dann nicht mehr zu verhindern. Wenn hingegen nur Gras brennt, bleiben die Bäume vielfach verschont von den Flammen, da ihre dicke Rinde resistenter ist. Studien weisen jedoch auf die grossen Co2-Emissionen hin, welche solche und ähnliche Waldrodungsbrände auslösen und wohl auch ihren Anteil zur Klimaerwärmung beitragen.



